{"id":39,"date":"2022-09-01T15:23:00","date_gmt":"2022-09-01T13:23:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schneppendorf-pro-natur.de\/WP\/?p=39"},"modified":"2022-10-15T16:39:27","modified_gmt":"2022-10-15T14:39:27","slug":"schneppendorf","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.schneppendorf-pro-natur.de\/WP\/schneppendorf\/","title":{"rendered":"Schneppendorf"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein Abriss zur Ortsgeschichte<\/p>\n\n\n\n<p>Schneppendorf vereint zwei urspr\u00fcnglich eigenst\u00e4ndige Waldhufend\u00f6rfer und grenzt unmittelbar an die Zwickauer Stadteile Crossen und Auerbach sowie an den M\u00fclsengrund an. Einige Familien sind bereits \u00fcber Jahrhunderte ans\u00e4ssig.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSnepphenberg\u201d wurde wohl erstmals in einer Urkunde des Herzogtums Sch\u00f6nburg im Jahre 1379 erw\u00e4hnt (weitere Ortsnamen um 1460: Schnepfendorf und 1554: Schneppendorf). \u201eJudithenhain\u201d verdankt seine etwa gleichzeitige Entstehung, wahrscheinlich der urkundlich belegten Schenkung des Herzogs von Sch\u00f6nburg an die verwandte Gr\u00e4fin Juditha. Beide Ortschaften wurden von Bauern aus dem fr\u00e4nkisch- th\u00fcringischen Raum gegr\u00fcndet, waren urspr\u00fcnglich reine Bauernd\u00f6rfer, auch wurden nat\u00fcrliche Gegebenheiten zur Fischzucht genutzt. Notwendige Schmiedearbeiten bewerkstelligte weitgehend die 1399 gegr\u00fcndete Crossner Dorfschmiede.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem Markgraf Wilhelm von Mei\u00dfen um das Jahr 1421 Handwerkern bei strengster Strafe verbot, sich in D\u00f6rfern nieder zu lassen, erteilte die Sch\u00f6nburgsche Herrschaft die erste Handwerksgenehmigung um 1501 (\u201eHammerm\u00fchle\u201d). Gegen 1598 entstand die zweite Mahlm\u00fchle (Anwesen des Bauern Heinrich G\u00fcnther, heute: Feuerwehr- und<br>Garagenstandort), 1621 ging die erste J\u00fcdenhainer Dorfschmiede in Betrieb. Der J\u00fcdenhain querende \u201eMarktsteig\u201d war lange einziger Handelsweg zwischen Zwickau und dem M\u00fclsengrund.<\/p>\n\n\n\n<p>Zunehmend lie\u00dfen sich H\u00e4usler, Strumpfwirker, Ziegelbrenner oder Leineweber nieder. Neben M\u00fchlen, Schmieden, B\u00e4ckereien, Fleischereien oder Gastwirtschaften entstanden kleinere Textilunternehmen, Ziegeleien oder Baugewerke.<\/p>\n\n\n\n<p>(z.B.:1852: die B\u00e4ckerei Taubert (J\u00fcdenhain); 1854\/ 1857: Schneider und Stellmacher in J\u00fcdenhain; 2 Schuhmacher und 1 Fleischer, sp\u00e4ter: \u201eTrommers Gasthof\u201d; 1858: Er\u00f6ffnung einer Materialwarenhandlung mit Kegelbahn und Gaststube; 1864: Schmiedemeister Eberlein erh\u00e4lt Betriebsgenehmigung f\u00fcr eine Gastwirtschaft; 1900: Die letzte Ziegelei wird eingestellt).<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend J\u00fcdenhain noch im 19. Jahrhundert unter Sch\u00f6nburger Verwaltung stand und mit Thurm verbunden blieb, gingen Schneppendorfer Lehn und Zinsen bereits seit Jahrhunderten an den Rat der Stadt Zwickau, mit Crossen bestand ein gemeinsames Schul- und Kirchenspiel.<br>Zunehmend entwickelten sich in J\u00fcdenhain h\u00f6here Einwohnerzahlen (z.B. 1806: Schneppendorf 98 und J\u00fcdenhain 221 oder 1920: Schneppendorf 171 und J\u00fcdenhain 611 Einwohner).<\/p>\n\n\n\n<p>Vor dem 2.Weltkrieg arbeiteten viele Schneppendorfer und J\u00fcdenhainer in der Landwirtschaft, im Kleingewerbe oder in Betrieben im n\u00e4heren Umfeld. Zum 01.04.1938 wird J\u00fcdenhain nach Schneppendorf eingegliedert.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach 1945 gab es im Dorf nur noch wenige, meist kleinere Handwerks- und Gewerbebetriebe. Wegen begrenzter gewerblicher Arbeitsplatzangebote pendelten Schneppendorfer weiterhin in umliegende Gewerbe-, Industrie- oder Bergbaugebiete u.a. nach Zwickau, Glauchau, Mosel, Crossen oder Thurm aus. Die gro\u00dffl\u00e4chigen Plateaufl\u00e4chen in Richtung der Nachbarorte blieben einer weiterhin starken Landwirtschaft vorbehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>(s. 1945: \u201eBodenreform\u201d, 1947: VdgB-\/ BHG-Gr\u00fcndung, 1950: Bildung von MAS\/ MTS, 1959: erste LPG, 1960: zwei Rinderoffenst\u00e4lle mit Siloanlage; 1968: Rinderkombinat Schneppendorf; 1961\u202666\/67 Auf- und Ausbau der Schweinezuchtanlage).<\/p>\n\n\n\n<p>Seit der Deutschen Wiedervereinigung sind meist inhabergef\u00fchrte ortsvertr\u00e4gliche Servicedienstleister und Freiberufler ans\u00e4ssig. \u00dcber\u00f6rtlich t\u00e4tige Agrarunternehmen und Haupterwerbslandwirte nutzen seit jeher anerkannt hohe nat\u00fcrliche Bodenfruchtbarkeiten f\u00fcr den Ackerbau, f\u00fcr die Vieh- und Milchwirtschaft oder als Wiesen- und Weideland. Weitere Fl\u00e4chen und Anwesen dienen dem Nebenerwerb, der Eigenversorgung, der Pensions- oder der Hobby- Tierhaltung.<br>Der \u201eGraurock\u201d ist die derzeit gr\u00f6\u00dfte zusammenh\u00e4ngende Forstfl\u00e4che im Osten Zwickaus. Lokale Holzbodenbest\u00e4nde erlauben eine anteilige Waldwirtschaft und Holzgewinnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Schneppendorf wurde 1992 nach Crossen und danach in 1996 nach<br>Zwickau eingemeindet.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis heute blieben weitl\u00e4ufige l\u00e4ndliche Pr\u00e4gungen, historisch wertvolle Siedlungs- und Baustrukturen, hohe nat\u00fcrliche sowie reizvolle Wohn-, Lebens- und Naherholungswerte erhalten. Bereits traditioneller Beliebtheit erfreuen sich touristische Wegebeziehungen in Richtung Zwickau, Glauchau, M\u00fclsen, Crossen, P\u00f6lbitz oder Auerbach aber auch<br>Gebiets- und Rundwanderwege, von Touristenverb\u00e4nden empfohlene (\u00fcber)regionale Radtouren oder Reitwege der regionalen Netzplanung.<\/p>\n\n\n\n<p>Quellenverzeichnis: Michael Sawade, Schneppendorf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Abriss zur Ortsgeschichte Schneppendorf vereint zwei urspr\u00fcnglich eigenst\u00e4ndige Waldhufend\u00f6rfer und grenzt unmittelbar an die Zwickauer Stadteile Crossen und Auerbach sowie an den M\u00fclsengrund an. Einige Familien sind bereits \u00fcber Jahrhunderte ans\u00e4ssig. \u201eSnepphenberg\u201d wurde wohl erstmals in einer Urkunde des Herzogtums Sch\u00f6nburg im Jahre 1379 erw\u00e4hnt (weitere Ortsnamen um 1460: Schnepfendorf und 1554: Schneppendorf). \u201eJudithenhain\u201d [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":94,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-39","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.schneppendorf-pro-natur.de\/WP\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/39","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.schneppendorf-pro-natur.de\/WP\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.schneppendorf-pro-natur.de\/WP\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.schneppendorf-pro-natur.de\/WP\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.schneppendorf-pro-natur.de\/WP\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=39"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/www.schneppendorf-pro-natur.de\/WP\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/39\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":85,"href":"http:\/\/www.schneppendorf-pro-natur.de\/WP\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/39\/revisions\/85"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.schneppendorf-pro-natur.de\/WP\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.schneppendorf-pro-natur.de\/WP\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=39"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}